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Emanuel Felke

Seinen Namen hat unser Gymnasium von Pfarrer Emanuel Felke, heute bekannt als "Lehmpastor". Der Seelsorger und Theologe, der auch einige Semester Medizin studiert hat, war seiner Zeit weit voraus und postulierte schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine Rückkehr zur Naturheilkunde. Bevor Felke 1915 nach Bad Sobernheim kam, hatte er bereits in Cronenberg und Repelen gewirkt und Naturheilanstalten aufgebaut, in denen "nach Felke" gekurt wurde. In Cronenberg erzielte er beachtliche Heilerfolge durch Homöopathie während einer Diphterie-Epedemie.

Erde, Wasser, Luft und Licht sind die vier Eckpfeiler seiner Heilkunde, die die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren soll. Felke entwickelte eine Therapie mit Lehm in verschiedenen Anwendungsformen und in Kombination mit Bewegung an der frischen Luft sowie gesunder Ernährung und Fasten unter Anleitung. Die Diagnostik erfolgt nach Felke über die Augen und das gesamte Erscheinungsbild eines kranken Menschen. In Bad Sobernheim hat der Pfarrer bis zu seinem Tod am 16. August 1926 therapeutisch gewirkt. Er starb in Armut, weil er Zeit seines Lebens seine Patienten meist kostenlos behandelte. Die Stadt Bad Sobernheim machte ihn zu ihrem Ehrenbürger und errichtete ihm ein Denkmal in der Innenstadt. Die Bedeutung des Geistlichen für die Stadt wird auch im Heimatmuseum im Priorhof deutlich, das der Erinnerung an den berühmten Lehmpfarrer einen Schwerpunkt seiner Ausstellung widmet.

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