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Das Fach „Kultur“

... ist ein reines Wahlpflichtfachangebot für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 und 9 des Ganztagsgymnasiums. Es wird alternativ zu den bisher eingeführten Wahlpflichtfächern Naturwissenschaften (NAWI), Informatik oder 3. Fremdsprache angeboten. Das Fach „Kultur“ wird ebenfalls mit drei Wochenstunden unterrichtet und ist ein reguläres versetzungsrelevantes Nebenfach. Da Frau Ludes Mitglied der fachdidaktischen Kommission für dieses Fach ist, sind wir in der glücklichen Lage dieses besondere Wahlpflichtfach als eines der ersten Ganztagsgymnasien in RLP anbieten zu können.

Konzeption des WPF „Kultur“

Die konzeptionelle Grundlage des WPF „Kultur“ ist eine Vernetzung von Fachinhalten der Fächer Bildende Kunst (BK), Musik (MU) und Darstellendes Spiel (DS) in Form von kreativ-gestalterischen Projektarbeiten.

Zentrales Element dieses Faches ist der Kompetenzerwerb im kreativen Bereich – es fördert, entwickelt und kultiviert kognitive und handlungsorientierte Fähigkeiten zugleich. Unabhängig von der zukünftigen Berufswahl der Schülerinnen und Schüler ist es das Ziel, Begabungen zu fördern, die im übrigen Fächerkanon nicht oder nur in geringem Umfang zur Entfaltung kommen, aber im Rahmen einer ganzheitlichen (Persönlichkeits-)Bildung von grundlegender und zukunftsorientierter Bedeutung sind. Das neue musisch-künstlerische Wahlpflichtfach ermöglicht eine Förderung vorhandener Fähigkeiten, bietet aber auch jenen Schülerinnen und Schülern Erfahrungsräume, die von ihrem häuslichen Umfeld her weniger Gelegenheit zu Begegnungen mit „Kultur“ haben. 

Das WPF „Kultur“ stellt keinen Ersatz für die Fächer Bildende Kunst und Musik in der Mittelstufe des Gymnasiums dar. Inhalte und Methoden dieser und weiterer Fächer werden in die Arbeit im WPF „Kultur“ einbezogen, sofern sie in der jeweiligen Jahrgangsstufe bereits bekannt sind.

Organisatorische Umsetzung 

Eine weitere Besonderheit des Faches ergibt sich aus dem Projektcharakter. Phasen mit der gesamten Lerngruppe, in denen geplant, erarbeitet oder (Zwischen-)Ergebnisse präsentiert werden, wechseln mit Phasen ab, in denen die jeweiligen Gruppen ihre selbst gewählten Aufgaben weiter bearbeiten.

Die Schüler wechseln nach jedem Modul den fachlichen Schwerpunkt (Musik, BK oder DS), dabei muss in einem Schuljahr jede der drei Fachrichtungen einmal als Schwerpunkt gewählt werden. 

Leistungsbewertung

Grundlage für die Leistungsbewertung sind die im Rahmen der Projektarbeit erbrachten praktischen Leistungen. Neben diesen praktischen Ergebnissen werden auch prozessbezogene schriftliche (z.B. Projekttagebücher, Portfolios etc.) und mündliche Leistungen (z.B. Weiterentwicklung und Verbalisierung bzw. Reflexion von kreativen Prozessen) in die Bewertung einbezogen.  Wie in jedem anderen Schulfach sind für die Bewertung neben fachlichem Können auch die Leistungsbereitschaft und der individuelle Lernfortschritt von Bedeutung.


Weitere Informationen erhalten Sie von Alexander Esters und Günter Friedrich

 

Stand: Februar 2017