Astronautinnen und Astronauten, die unsere Erde einmal aus dem Weltall betrachten konnten, waren immer wieder tief beeindruckt von der Schönheit, aber auch von der augenscheinlichen Verletzlichkeit unseres Planeten. Deshalb müssen wir Menschen, als kleiner Teil des großen Ökosystems Erde, unseren Planeten schützen. Doch im Moment muten wir der Erde viel zu. Seit dem Zweiten Weltkrieg haben sich massive Veränderungen ergeben. Die Lebensverhältnisse der Menschen sind viel komplexer geworden. Während unsere Großeltern noch in starkem Maße lokal agiert haben und nur wenige Menschen in nationalen oder gar globalen Dimensionen agierten, handeln wir heute grundsätzlich global. Wir kommunizieren über das Internet und ihr nehmt als Schülerinnen und Schüler bereits an Aktivitäten rund um den Globus teil. Ihr macht vielleicht ein Auslandsjahr oder reist mit eurer Familie in die entferntesten Länder der Erde. Wir können zu jeder Jahreszeit Erdbeeren aus Spanien essen oder exotische Früchte aus Brasilien. Damit geht ein riesiger Energie- und Ressourcenbedarf einher. Wir Menschen haben uns somit zum wichtigsten Geofaktor im System Erde entwickelt und durch unsere Lebensweise unseren Planeten teilweise an seine Grenzen gebracht oder sie sogar schon überschritten. Damit ihr und eure Kinder zukünftig nicht schlechter gestellt sind als wir heute, müssen wir ein intaktes ökologisches, soziales und wirtschaftliches Gefüge auf der Erde hinterlassen – nachhaltig leben.